Mein persönliches Hamburg wird

Ihr persönliches Hamburg!

City Guide Hamburg: Die besten Insider-Tipps von Locals

Ganz wie zu Hause: Bei ihren Shopseeing-Stadtführungen möchte Martine Thürcke ihren Kunden genau das zeigen, was sie selbst gerne in einer fremden Stadt sehen möchte – und führt sie an versteckte Plätze auch außerhalb von Hamburgs Innenstadt.


Das Tor zur Welt: der Hamburger Hafen. Martine weiß, dass die Stadt aber noch mehr zu bieten hat.

„Ich will meinen Gästen etwas zeigen, das ich selber in einer mir fremden Stadt gerne sehen, erleben und erfahren würde: Geschäfte mit individueller Atmosphäre, Adressen, die in keinem Reiseführer stehen, Gespräche mit Einheimischen, Verstecktes kennenlernen, was man sonst übersehen hätte.

Das Positano von Hamburg: Blankenese

Ein paar meiner Highlights: Fahren Sie mit meinem Lieblingsbus 36 nach Blankenese, dem Positano des Nordens. Er passiert auf seiner Route viele Sehenswürdigkeiten: das Rathaus, die Staatsoper, die Laeiszhalle, die Reeperbahn. Allein die Fahrt über die Elbchaussee, Hamburgs bekannteste Straße, lohnt sich. In Blankenese angekommen, schlendern Sie die Bahnhofstraße herunter. Nicht auslassen sollten Sie dabei den ‚Blankeneser Wochenmarkt‘. Er findet dienstags, freitags und sonnabends (für Nicht-Hamburger: samstags) statt. Am Ende der Bahnhofstraße biegen Sie rechts in die Blankeneser Hauptstraße ein. Links entdecken Sie eines meiner Lieblingsgeschäfte, ‚Credenza‘, ein kleines, von Inhaberin Frau Hillmann sehr persönlich geführtes Papiergeschäft. Viele Bogen möchte ich lieber rahmen, statt darin etwas zu verpacken. Zudem bastelt Frau Hillmann sehr schöne Knallbonbons, die Sie individuell befüllen können.



Ein hübsches „Dorf”: der Stadtteil Blankenese an der Elbe gehört zu Martine Thürckes (54) Lieblingsorten. Sie will auch andere davon überzeugen, dass Hamburg die schönste Stadt der Welt ist. Dabei liegt ihr Fokus auf inhabergeführten Geschäften mit Geschichte. Bei ihren Shopseeing-Touren lässt sie die großen Läden links liegen und führt ihre Gäste beispielsweise zu traditionellen Betrieben oder jungen Designern.

Sollten Sie Appetit auf Fisch haben, bietet sich das Restaurant ‚Zum Bäcker‘ am Strandweg an. Nicht nur, dass das Essen ausgezeichnet und das Haus sehr liebevoll geführt ist, Sie haben von der Terrasse auch einen tollen Blick auf die Elbe. Bevor Sie wieder in die Stadt fahren – denn Blankenese nennt sich ‚Dorf‘ –, sollten Sie noch den etwas versteckten ‚Kaffeegarten Schuldt‘ suchen, Familienbetrieb seit 1877.

Hamburg per Schiff – mit einer HVV-Tageskarte

Wenn Sie dann im 36er-Bus zurückfahren und noch genügend Zeit haben, machen Sie einen Zwischenstopp in Teufelsbrück. Links der wunderschöne Jenischpark, der zum Spazieren einlädt, und rechts der Anleger. Dort halten die Lotsenschiffe, um Lotsen einzusammeln oder in den Feierabend zu entlassen. Sie können hier auch in die Hafenfähre steigen und auf die andere Elbseite nach Finkenwerder übersetzen. Dort können Sie umsteigen und zum Hamburger Hafen fahren. Alles übrigens mit einer ganz normalen HVV-Tageskarte, denn die Hafenfähren sind bei uns ein öffentliches Verkehrsmittel wie Bus oder U-Bahn.


Dass ein Fisch-Restaurant auch ganz wunderbar Kuchen und Torten kann, beweist „Zum Bäcker” in Blankenese – und serviert den tollen Elbblick gleich dazu, denn das Haus liegt direkt am Wasser.

Geschichte(n) in St. Pauli

Der 36er hält auch an der Davidwache (übrigens ohne s), Deutschlands bekanntestem Polizeikommissariat. Gehen Sie nicht zur Elbe, sondern in die andere Richtung. Erkunden Sie das untouristische St. Pauli. Essen Sie bei ‚Feinkost Schnalke‘ eine hausgemachte Frikadelle. Und lassen Sie sich erzählen, wie das Ehepaar Schnalke bei den Krawallen rund um den G-20-Gipfel sein Geschäft geschützt hat.

Unser neues Wahrzeichen, die Elbphilharmonie, von uns liebevoll ‚Elphi‘ genannt, steht ja sicher auf Ihrem Plan. Sollte Ihnen der Sinn nach italienischer Küche stehen: ‚Andronaco‘ am Überseeboulevard hat das beste Vitello tonnato.


Während die alte Speicherstadt wieder zum Leben erwacht, ist die Elbphilharmonie das neue Wahrzeichen der Stadt.

Die andere Seite Hamburgs: Flanieren an der Alster

Blankenese, St. Pauli und die Hafencity liegen an der Elbe. Sie möchten an der Alster sitzen? Nehmen Sie von der Hafencity die U4 zum Jungfernstieg und von dort den Alsterdampfer bis zur Anlegestelle Fährdamm. Dort befindet sich das ‚Alster Cliff‘. Holen Sie sich einen Liegestuhl, im Winter mit Decke, suchen Sie sich einen Platz auf dem Steg – und Sie werden verstehen, warum ich Hamburg so liebe. Was den Blick über die Alster anbelangt, muss unbedingt noch die Dachterrasse des Hotels ‚The George‘ erwähnt werden. Ach, ich könnte ewig weitermachen!“